Unique insights into a monastery church and school

Alpirsbach Monastery

Außenansicht des Klosters Alpirsbach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer
Mittelpunkt der klösterlichen Welt

Die Klausur mit

Kreuzgang

Die klare Ordnung der romanischen Bauweise wurde 1480 bis 1495 in Teilen der Klausur und im Kreuzgang durch schwungvolle Bögen der Gotik vollendet. Nahezu vollständig erhalten, vermittelt die Klausur heute ein anschauliches Bild des klösterlichen Lebens.

Kreuzgang des Klosters Alpirsbach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Der Mittelpunkt der Klausur: der Kreuzgang.

Schlafen und Arbeiten im Ostbau

Die Klausur, einst nur den Mönchen zugänglich, besteht aus dem Kreuzgang, einem überdachten Gang um den zentralen Hof des Klosters, und angrenzenden Räumen für die Mönche. Im Ostbau – direkt an die Kirche anschließend – befand sich der Schlafbereich der Mönche, Dormitorium genannt. Im Erdgeschoss lagen die Arbeits- und Aufenthaltsräume: der Kapitelsaal, das Parlatorium, die Frateria. In diesen Räumen versammelten sich die Mönche, sprachen miteinander und gingen geistigen Beschäftigungen nach.

Abtswohnung in Kloster Alpirsbach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Rose Hajdu

Spätgotische Stube des Abts mit Erker.

Süd- und Westbau: Essen und Verwalten

Das Refektorium, der Speisesaal der Mönche, das Kalefaktorium, der Wärmeraum, und die Küche waren im Süden der Klausur untergebracht. Im Westflügel lag die Klosterpforte, die die Klausur mit der Außenwelt verband. Der Bereich des Abtes im Obergeschoss beherbergte dessen Wohn-, Empfangs- und Diensträume. Die überlieferten Reste der spätgotischen Ausstattung und Ausmalung hier bezeugen die damalige Prachtentfaltung. Im Erdgeschoss ist der Zugang zum Vorratskeller des Klosters, dem Cellarium, heute das Informationszentrum der Anlage.

Blick auf die nordöstliche Ecke des Kreuzgangs von Kloster Alpirsbach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Werner Hiller-König

Fast alles unter einem Dach.

Ein Abt lässt modernisieren

Spuren vom romanischen Kreuzgang sind nur noch im Ostflügel zu finden. Abt Hieronymus Hulzing gab 1480 den Auftrag zum Umbau des Kreuzgangs. Mit dieser Erneuerung ergaben sich bauliche Veränderungen in der gesamten Klausur. Der Kreuzgang wurde mit einem zweiten Geschoss aufgestockt und konnte bis auf den Westteil mit den angrenzenden Klausurbauten unter einem Dach vereint werden. So entstand beispielsweise im Nordflügel die offene Galerie zum südlichen Seitenschiff der Kirche.

Schlussstein am Gewölbescheitel im Kreuzgang des Klosters Alpirsbach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Rose Hajdu

Schlussstein einst mit farbiger Bemalung.

Kunstvolles Masswerk und prächtige Schlusssteine

Zum Innenhof hin wurden sämtliche Fenster des Kreuzgangs mit kunstvollem Maßwerk ausgestattet. Vermutlich erhielten sie auch eine Verglasung, die sich nicht erhalten hat. Alle Gänge wurden mit einem reich geschmückten, engmaschigen Sternrippengewölbe überzogen. Auffallend schöne Schlusssteine mit abwechslungsreichen Bildern zieren die Gewölbescheitel. Der prächtige Eindruck im Kreuzgang wurde früher noch durch eine farbige Ausmalung unterstrichen.

Kreuzgang des Klosters Alpirsbach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer
Besucher im Kreuzgang des Klosters Alpirsbach; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Niels Schubert

Der Kreuzgang lädt zu Entdeckungen ein.

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